Ida Sand, The Gospel Truth - 12/02/2012, Ulrichskirche Halle

Ida Sand wurde 1977 in Stockholm in eine äußerst musikalische Familie hineingeboren, deren Wurzeln in Piteå, einer Stadt weit im Norden Schwedens, liegen. Idas Vater war ein bekannter Opernsänger, ihre Mutter ist eine noch immer aktive Kirchenmusikerin. Beide waren eine wichtige Quelle der Inspiration für die junge Ida. Die eigene musikalische Entwicklung begann im Alter von 8 Jahren mit dem Cellospiel, später verbrachte sie mehr und mehr Zeit singend am Klavier.

Mit 16 ging sie auf das Stockholmer Musikgymnasium, und zwei Jahre später an die Musikhochschule von Göteborg, wo sie sofort in die lebendige Jazzszene der Stadt eintauchte. So faszinierend der Jazz auch für sie war, ihre musikalischen Einflüsse waren und blieben Stevie Wonder, Donny Hathaway und Aretha Franklin.

Ihr Debütalbum „Meet Me Around Midnight“ (2007) überzeugte sowohl Kritiker als auch Musikfreunde in aller Welt. „Ida Sand singt mit Power und Gefühl – die beste weiße weibliche Soulstimme seit langem!“ urteilte das Jazz Podium. Es folgte 2009 „True Love“ (ACT 9481-2) und im Dezember 2011 das dritte Album „The Gospel Truth“. Mit dem Tonträger erfüllt sich Ida Sand einen lange gehegten Traum: Ihre drei großen musikalischen Einflüsse, Jazz, Gospel und Soul, mit ihrer ganz eigenen Handschrift zu verbinden. Produziert wurde das Album von Nils Landgren. Viele Songs des Albums begleiten die Sängerin seit langer Zeit: „ ‚Nina Simones ,I Wish I Would Know How’ zum Beispiel habe ich zwar noch nie zuvor gesungen, aber es ist eines der Stücke meiner Kindheit.“ Doch es sind nicht nur die Soul-Heroen ihrer frühen Jugend wie Sam Cooke, Donnie Hathaway oder Stevie Wonder (mit der schillernden Version von „Have A Talk With God“) vertreten, sondern auch echte Überraschungen: Pop-Songs wie Madonnas „Like A Prayer“, John Hiatts „Have A Little Faith“ und „I Wanna Know What Love Is“ von der Band Foreigner, die Ida Sand durch ihre Teenager- und Twen-Jahre begleiteten. „Es war eine Herausforderung, auch diese Stücke meiner wilderen Jugend in den Soul-Kosmos zu überführen“, erklärt Sand. „Außerdem sollte es natürlich kein reines Gospelalbum werden, das wäre mir zu einseitig gewesen.“

Line up: Ida Sand (voc, p), Mattias Thorell (g), Thobias Gabrielsson (b), Andres Hedlund (dr: perc)