Europäisch – Amerikanische Begegnung

Der Jazz als Soundtrack des zwanzigsten Jahrhunderts zählt zu den großartigsten Schöpfungen der populären Kultur. Der Jazz des 21. Jahrhunderts ist ein Produkt der Globalisierung, schützt sich aber durch die Individualität seiner Protagonisten vor einer Uniformierung und Gleichmacherei. Der Jazz im 21. Jahrhundert ist die klassische Musik der Globalisierung.

Das 10. Festival WOMEN IN JAZZ möchte mit seinem Programm zwei Zentren des Jazz im 21. Jahrhundert vorstellen. Im Blickpunkt steht der Jazz aus Europa und der amerikanische Jazz, repräsentiert durch Jazzmusikerinnen der beiden Kontinente. Ursächlich war der Jazz der wichtigste Beitrag der USA zur Kultur der Moderne. In den vergangenen 100 Jahren hat er sich als eines der kreativsten musikalischen Genres entwickelt und in einer beeindruckenden Vielfalt und Vielfarbigkeit überall in der Welt ausgebreitet. Jazz aus Amerika und Europa zeigen heute unterschiedliche Entwicklungsrichtungen auf, naturgemäß auch in der durch Frauen geprägten Jazzszene dokumentiert. Der Jazz aus den USA präsentiert sich auf dem Festival als ursprünglicher Ideengeber für den Jazz. Jazz aus Nordamerika hält bewusst an der historischen Überlieferung des Jazz fest. Diese konservative Ausprägung besitzt eine hohe Popularität und Akzeptanz und ist kommerziell äußerst erfolgreich. Das Festival beleuchtet darüber hinaus die Entwicklung des Jazz auf den Halbkontinenten Mittel- und Südamerika, gekennzeichnet von den rhythmusbetonten Einflüssen der eigene Musikkultur und dem Willen zur Kollaboration mit der internationalen Jazzszene.

Der Jazz in Europa ist freier, kreativer und experimenteller. Europäischer Jazz hat die Fähigkeit der Jazz Neues und Fremdes in sich aufzunehmen auf Grund der Europa bestimmenden gesellschaftlichen Werte verinnerlicht und trägt damit zur permanenten Erneuerung des Jazz bei. Jazz ist und bleibt ein Live-Erlebnis. Das Festival bietet dieses besondere Erlebnis mit den Konzerten von PAULA MORELENBAUM (Brasilien), CATHERINE RUSSEL (US), CYRILLE AIMÈE (FR), MARIALY PACHECO (Cuba), JANE MONHEIT (US), SUNNA GUNNLAUGS (Island), ANKE HELFRICH (DE), SUSANA SAWOFF (AT), JULIA HÜLSMANN (DE) und der Co-Produktion von TORUN ERIKSEN (NO) und SUSAN WEINERT (DE). Ebenso dürfen sich die Festivalbesucher auf sechs Jungjazzerinnen der Band SOFIA und das fröhliche Abschlusskonzert mit den EUROPEAN SWING LADIES freuen.

Künstlerischer Höhepunkt ist die Uraufführung des diesjährigen Festivalprojektes in Form des JULIA HÜLSMANN OKTETTs. Schon der Untertitel SONGS FÜR DOUBLE-TRIO UND DREI VOICES verheißt Besonderes. Die Jazzpianistin Julia Hülsmann hat nicht nur ein Songprojekt für die Sängerinnen Live Maria Roggen (NO), Aline Frazão (Angola) und Jelena Kuljic (Serbien) geschrieben, sondern in der instrumentalen Begleitung spannungsreich besetzt. Der Bogen spannt sich zwischen klassischem Piano- (Hülsmann/p; Gerdur Gunnarsdottir/v; Susanne Paul/vc) und klassisches Jazz-Trio mit (Hülsmann/p; Eva Kruse/b; Eva Klesse (dr). Wie immer gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm, in dem auch die Jazzmusik „MADE IN HALLE“ ihren Stellenwert mit außergewöhnlichen Konzertprojekten dokumentiert. LATIN JAZZ MASS, RHOPSODY IN BLUE, BILLIE HOLIDAY sind nicht alltägliche thematische Herausforderungen. Dazu zwei für das Publikum kostenfreie Open Air Angebote, Jazzfilm, eine Ausstellung und eine Performance im hiesigen Kunstmuseum Moritzburg.

Halle, an der Saale gelegen, ist im Frühjahr eine grüne Stadt und wird mit dem Festival WOMEN IN JAZZ noch um eine Attraktivität reicher. Das 10. Festival präsentiert außergewöhnliche Konzerte mit sehr hohem Unterhaltungswert für den Jazzfan, aber auch für Freunde kreativer zeitgenössischer Musik. Die Stadt Halle, der Saalekreis, viele Unternehmen der Stadt und Region und die Bürger und ganz besonders die künstlerischen Gäste der Stadt, die Jazzmusikerinnen, bieten den Jazzfans beste Bedingungen für das Erlebnis Jazz.

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